






Im Herbst letzten Jahres hatte ich die tolle Idee mir doch mal wieder einen Adventskalender zuzulegen. Schließlich ist die Vorweihnachtszeit eher hektisch und ich wollte mir damit etwas Gutes tun. Es gibt ja zu allen Themen und mit allen Produkten derartige Kalender, auch preislich ist alles dabei.
So entschied ich mich für einen Häkeladventskalender: So einen, wo man jeden Tag etwas Kleines häkelt und am Ende eine Landschaft bzw. Geschichte entsteht.
So weit so gut. Das klang auch alles super. Ich hätte es mir aber denken können, dass das anders wird als geplant.
Zum einen war die Vorweihnachtszeit dieses Jahr nicht nur hektisch, sondern sehr hektisch. 😕 In solchen Zeiten hilft Handarbeiten auch schon sehr. Doch zum anderen waren es nicht einfach ein paar kleine Teile, die man häkeln sollte. Es war echt knifflig und häkeln allein war nicht gefragt. Spätestens beim ersten Würfel, den ich aus Pappe basteln sollte, bevor er umhäkelt wird, war es AUS. Ich bastle nicht gern!
Die Macher dieses Kalenders haben sich wirklich viel Mühe gegeben und waren sehr kreativ. Doch Basteln und Amigurumis haben mich nicht entspannt. So dachte ich, mach es nach Weihnachten, wenn wieder etwas Ruhe ist. Das war die nächste falsche Idee: Was will ich nach Weihnachten mit einer Weihnachtslandschaft?
So hatte ich jetzt jede Menge gutes Baumwollgarn zu Hause; viele kleine Knäule in allen möglichen Farben. Was mache ich damit nur, fragte ich mich. Ich stöberte und überlegte und erinnerte mich an eine Anleitung, die ich schon kannte und liebte: Netze und Beutel in allen möglichen Größen. Ein Rechteck aus festen Maschen, mit Stäbchen umhäkelt und dann im Filetmuster und in Reihen nach oben gearbeitet. Henkel braucht es keine. Dafür nimmt man eine Schnur aus Luftmaschen oder als I Cord gestrickt zum zusammenbinden.
Das Prinzip ist einfach und lässt genug Raum zum Experimentieren: die Häkelrichtung ändern (einmal hin und her oder immer in die gleiche Richtung arbeiten), den oberen Rand verschieden arbeiten, die Schnüre variieren und natürlich bunt und noch bunter werden.
Das hat mich wirklich entspannt!
In diesem Jahr werde ich allerdings auf einen Adventskalender, wo man etwas arbeiten muss, verzichten.
Trotzdem habe ich es nicht bereut.